Citir trifft mit seinem Programm „Comedy macht Schule“ den Nerv der Zeit, in der viele nicht wissen, wo es für sie hingehen soll

Comedy-Star Osman Citir zu Gast an der Friedrich-Dessauer-Schule

„Voll motiviert – Wir leben Vielfalt…“ – Comedy-Star Osman Citir zu Gast an der Friedrich-Dessauer-Schule

Als Schulleiter Stefan Laux Osman Citir auf der Bühne begrüßt, wird es still in der Aula. Citir lässt seinen Blick durch die Menge schweifen und verharrt bei Muhammed mit Jogginghose und Vollbart. Er skizziert verschiedene Lebenssituationen des Schülers in seinem Outfit und bekundet seinen Neid auf seinen Bart. Egal ob Aussehen oder Sprache, der Comedian nimmt alle und alles auf die Schippe – nicht zuletzt sich selbst. Humorvoll baut er eine Verbindung zu seinem Publikum auf. Hauptsache, alle haben miteinander und nicht übereinander gelacht. Denn Vielfalt bereichert, wenn Menschen gemeinsam lachen und leben können. Damit unterstreicht Citir das Eingangsstatement des Schulleiters, dass alle Verantwortung für das übernehmen müssen, was unsere Großeltern auf den Weg gebracht haben: über 70 Jahre Frieden in Europa!
„Wer war auf der Hauptschule?“, fragt Citir unvermittelt ins Publikum und witzelt weiter: „HAUPTsache SCHULE gleich HAUPTSCHULE.“ Die Frage sei nicht, woher du kommst, sondern wohin du gehst. Junge Leute zu motivieren und ihnen Mut zum Setzen eigener Ziele zu machen, ist das Hauptanliegen des gelernten Einzelhandelskaufmanns. Seine Message: Gehe raus aus der Theorie und rein in die Praxis. Eine Ausbildung sei der erste Schritt zum Erfolg. „Erfolgreich wird nur der, der andere erfolgreich macht“. Ein Satz zum Grübeln, aber Citir klärt auf: Anfangs muss man investieren, um etwas zu bekommen, man muss wissbegierig sein, Hilfe anbieten und sich Aufgaben suchen. Man darf nicht aufgeben, wenn etwas nicht direkt funktioniert. „Aufgeben ist einfachund niemals eine Option. Kämpfe!“ Mit viel Emotion nimmt Citir die Schülerinnen und Schüler mit auf eine Reise durch sein Leben. „Er hat uns abwechselnd zum Lachen und zum Weinen gebracht“, resümiert ein Schüler der Berufsfachschule. Citir trifft mit seinem Programm „Comedy macht Schule“ den Nerv der Zeit, in der viele nicht wissen, wo es für sie hingehen soll. Er ist dankbar dafür, dass er in einer Demokratie aufwachsen durfte und leben darf: „Die Freiheit und Chancen, die wir hier haben, haben nicht alle Menschen auf der Welt.“ Es gehe nur darum, wie man seine Chancen nutze. Als Botschafter unseres Landes können wir durch unser Verhalten Türen öffnen und schließen – nicht nur für uns, sondern auch für unsere Landsleute, unsere Familie, unsere Kinder. Er plädiert dafür, gemeinsam Türen und Herzen zu öffnen.
Mit Unterstützung der Stadt Limburg wurde die Veranstaltung von Stefan Laux und Melanie Weil organisiert und durch Fördergelder des Bundesprogramms „Demokratie leben!Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert(https://www.demokratie-leben.de/).

(C) Joanna Hien Veröffentlicht am , Autor Peter Ehrlich

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